Maskenpflicht und Panik!

Seit Monaten ist Corona für uns zum Dauerbegleiter geworden. Wir stehen mit Corona auf und wir gehen mit Corona zu Bett. Die Meldungen über Coronafälle sind zwischenzeitlich auf Einzelfälle und auf einzelne Gebiete beschränkt. Dafür beängstigen uns ständig die Folgen des monatelangen Shutdown. Befreites Durchatmen ist durch die allgegenwärtige Maskenpflicht und Angst nicht möglich. Das alles trifft uns im wahrsten Sinne des Wortes mitten ins Herz, genauso wie die soziale Isolation.  Warum ist das so? Schon 1863 hat der Arzt Constantin Hering seinem Kollegen Hahnemann (Homöopathie) aus Amerika nach Deutschland geschrieben: „Das wichtigste Zentrum des vegetativen Nervensystems (auch autonomes Nervensystem genannt) ist der Nasen- und Nasenrachenraum mit seinen Verbindungen zu den Ohren und den Nasennebenhöhlen.“ Er hat mit seinem Schreiben den Wunsch verbunden: „Die weise Benutzung dieses vegetativen Nervensystems wird einmal den Großteil der ärztlichen Kunst ausmachen“. In den letzten Jahren nach dem 2. Weltkrieg ist in der Medizin leider das Gegenteil passiert.

Das vegetative Nervensystem (autonomes Nervensystem) können wir willentlich nicht steuern.  Vielmehr steuert das vegetative Nervensystem 80% der Vorgänge in unserem Körper, ohne dass wir es merken. Dazu gehören alle wichtigen Funktionen, wie Atmung, Herzschlag, Verdauung, die Steuerung von Entzündungen und sogar die Regulation von Krebsentstehung im Körper. Es hat uns die Entwicklung zum „Homo sapiens“ ermöglicht, weil die Aktivität des Ruhenerven (Parasympathikus oder Vagus) stets 80% betrug und die Aktivität des Stressnerven (Sympathikus) 20%. Dies ermöglicht uns in lebensgefährlichen Situationen weglaufen zu können und so in lebensbedrohlichen Situationen zu überleben. Eine wichtige Funktion dabei ist die freie Atmung durch die Nase und die Regulation des Herz-Kreislauf Systems.

Nehmen wir solche Bedrohungen heute akut oder chronisch wahr, reagiert unser Stressnerv wie damals in lebensgefährlichen Situationen. Ergebnis sind Panikattacken, Verengung der Blutgefäße, Unterdrückung der Verdauung und Energiegewinnung im Körper und Unterversorgung der kleinen und kleinsten Gefäße (Mikrozirkulation im Bereich des Herzens, des Auges, des Ohres und des Gehirnes). Zu den schwersten Folgen solcher akuten Panikattacken gehören Herzinfarkt, Schlaganfall, absolute Denkhemmung und Denkstörungen. Genau dies tritt zur Zeit durch Behinderung der Nasenatmung und durch die allgegenwärtige Angst, zum Beispiel schon beim Einkaufen ein. Ein mit Strafe bedrohtes Verbot, die Maske dann abzunehmen widerspricht dem was wir seit Jahrmillionen durch unser vegetatives Nervensystem als Schutz genossen haben.

Mein Rat: Nehmen Sie die Maske ab, atmen Sie durch, verlassen Sie den Ort des Geschehens so schnell wie möglich.

Bei Patienten mit einem schwachen vegetativen Nervensystem messen wir die Dysbalance zwischen Stressnerv und Ruhenerv mit der sogenannte Herzfrequenzvariabilität. Ebenso ist die Behinderung der Nasenatmung durch die Rhinomanometrie über die Nase messbar. Solchen Patienten kann man und muss man nach Messung der obigen Werte ein Attest ausstellen, dass sie bei längerem Tragen der Maske in lebensbedrohliche Zustände kommen.

Man weiß wirklich nicht mehr was man denken und glauben soll: Am 06.07.2020 verbreitet die WHO die Meldung, dass das Coronavirus über die Luft übertragen werden kann. Für mich eine Binsenweisheit, ein alter Hut, welcher für alle Viren seit Beginn meiner medizinischen Ausbildung gilt. Das gleiche gilt für die Anzweiflung bestehender IGG Antikörper als Schutz. Auch dies ist seit Menschengedenken so gewesen. Dass die Sicherheit der Tests bezüglich ihrer Validität und Sensitivität zu wünschen übrig lassen ist leider bekannt, besonders die Akuttests durch Abstriche aus der Nase (50% falsch positiv, 50% falsch negativ).

Die derzeit beginnende vorsichtige Beendigung des Shutdowns hat zur Folge, dass Menschen in der Schule und am Arbeitsplatz wieder zusammenkommen und alle Viren ausgetauscht werden (Das Coronavirus macht keinen Schnupfen!).

Davon sind vor allem auch die Rhinoviren betroffen. Corona beginnt nicht mit einem Schnupfen und den Anzeichen einer normalen Erkältungskrankheit! Kein Grund Corona-abstriche zu machen.

Zum Schluss dennoch mein ärztlicher Rat: Tragen Sie die Maske wenn es Ihnen möglich ist, so wenig wie möglich, aber dort wo Sie sonst rechtlichen Ärger bekommen oder lassen Sie sich ein fundiertes, durch Diagnostik gesichertes Attest ausstellen. Schonen Sie damit Ihr vegetatives (autonomes) Nervensystem und atmen sobald Sie die Maske abnehmen frei durch die Nase. So können Sie sich vor den geschilderten Folgekrankheiten am besten schützen.

Mein Wunsch zum Schluss ist, dass wir alle bald wieder frei atmen, frei denken und frei und gesund leben können.

Ihr Dr. Dieter Schwarz

Hals-Nasen-Ohren Arzt, Allergologe, Mitochondrial- und Mikromolekularmediziner Schwerpunkt Vagusmedizin und Virustherapie seit 15 Jahren.

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